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Zwischenbericht Proberäume und Treffen mit dem Oberbürgermeister Starke

Seit unserem Treffen im IMMER HIN am 13. März 2019 konnte man zwar noch keine Proberäume wieder schaffen, aber man merkt regelrecht, dass sich hier einiges tut. Sowohl die Stadt Bamberg hatte vergangene Woche ein Gespräch mit dem Eigentümer und auch auf Initiative von Daniel aus der Mieterschaft kam es gestern zu einem großen Treffen mit dem Oberbürgermeister Starke und dem 2. Bürgermeister Lange im Rahmen der Bürgersprechstunde.

Foto: Thomas Ochs / Blendenwerk

Beide Vertreter der Stadt wollen Proberäume in Bamberg erhalten und finden das „House of Music“ als eine tolle Sache, so Andreas Starke. Auch wurde wieder die These von der Gesprächsrunde bestätigt, dass hier schon lange Gespräche und Planungen in verschiedenen Richtungen stattgefunden haben.

Die nächsten Schritte für ein langfristiges Ziel
Auf Einladung der Stadt soll noch diese Woche ein gemeinsames Treffen mit dem Eigentümer, Vertreter der Mieter und unseren Verein Bamberger Festivals e.V. stattfinden. Hier sollen im Detail möglichen Schritte besprochen werden.

  1. Angedacht wäre ein erste Bestandsaufnahme durch ein Gutachten für die Standsicherheit, Brandschutz und Flucht-/Rettungswege, welches über den Daumen gepeilt bei einer ersten Schätzung rund 25.000 Euro kosten würde. Um dieses Gutachten zu finanzieren haben beide Vertreter angeboten mit möglichen Sponsoren zu reden, da die Stadt weiterhin kein privat-wirtschaftliches Unternehmen fördern kann, aufgrund fehlender Gemeinnützigkeit.
  2. Mithilfe einer neuen Trägerstruktur wie Verein, Stiftung, Genossenschaft oder anderen Modellen, welche gemeinnützig wären, ist es möglich Förderungen und Spenden zu generieren. Dazu müsste der Eigentümer bereit sein, das Gebäude in eine solche Trägerstruktur zu überführen. In welcher Form und wie müsste man sich im Detail mit entsprechenden Steuerberater oder juristisch klären.

Kurzfristige Ziele
Eine Möglichkeit die Nutzung wieder erlaubnisfähig zu bekommen, wäre das man das Gebäude in mehrere Bauabschnitte unterteilt und nach und nach diese fertigstellt. Am schnellsten umzusetzen wären hierbei sicherlich das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss, eventuell auch der Keller. Auch sucht die Stadt aktiv nach kurzfristigen Übergangslösungen und prüft, ob auf der Lagarde Kaserne eine Lösung möglich wäre.

Kommentar/Anmerkung des Autors: Auf der Lagarde müsste man aber die dortigen Bauphasen berücksichtigen und die Zwischennutzungsregelung aufweichen, welche dort nur für temporäre Einzelveranstaltungsblöcke von wenigen Tagen existiert.

Fördermöglichkeiten
Wir als Verein haben bereits im Vorfeld erste Voranfragen bei einigen Fördergebern wie der Oberfrankenstiftung, Fonds Soziokultur, Ehrenamtsstiftung, Stiftung Mitarbeit, Kulturfonds Bayern, Landesstiftung, Hans-Thomann-Stiftung, Bezirk Oberfranken (Popularmusikbeauftragter), Verband für Popkultur in Bayern e.V., Initiative Musik gGmbH und weitere gestellt. Aktuell können die meisten Stiftungen eine reine bauliche Maßnahme nicht fördern oder es fehlen die Fördervoraussetzungen, welche man aber nun in der Konkretisierung beheben könne, so dass doch der ein oder andere Fördergeber das Projekt unterstützen könnte.

Weiterhin war unser Vorschlag, dass wir gemeinsam mit dem Bürgermeister Christian Lange auch den Landkreis Bamberg in das Projekt einbeziehen sollten, da die Mieter sicherlich nicht nur aus dem Stadtgebiet kommen. Wenn es hier noch zusätzlich weitere Regionen aus Oberfranken betrifft, dann wäre der Bezirk sicherlich auch ein interessanter Ansprechpartner in den weiteren Überlegungen. Hierfür bedarf es eine Statistik, die uns sagt, wie viele Musiker kommen aus der Stadt / Landkreis / Oberfranken / andere Regionen, um hier weiter argumentieren zu können.

Alternative Standorte
Es gab seit der Gesprächsrunde von einigen Mietern die Bestrebungen auf dem alten Postgelände (Memmelsdorfer Straße) etwas anzumieten, genauso wie wir uns eine Produktionshalle und eine alte Kegelbahn außerhalb von Bamberg angeschaut haben. Bei allen Objekten haben wir das selbe Problem, dass man hier ebenso hohe Investitionskosten tätigen muss. Diese werden wir zusätzlich auch prüfen, um neue und zusätzliche Proberäume zu schaffen.

Fazit
Das ganze Projekt wird nach den ersten Schätzungen ein „Millionenprojekt“, wenn das erste Gutachten positiv ausfällt und eine weitere Nutzung machbar ist. Auch kann man keine schnelle Lösung hier finden, trotz der eventuellen dringlichen Priorität auf städtischer Seite.

Der Eigentümer hatte in kleiner Runde abends nochmal betont, dass er die Kosten alleine nicht finanzieren kann und Hilfe von Dritten benötigt. Sein Ziel ist es die Proberäume langfristig zu erhalten und ein Verkauf des Gebäudes an Dritte ist nur seine letzte Option.

Einladung zum Stammtisch vom Bamberger Festivals e.V.
Mittwoch, 27. März 2019 ab 20 Uhr im Jugendkulturtreff IMMER HIN